01 — Die kurze Antwort
Das, was du beschreibst, ist das, was ich suche.
- Nicht ein Auftrag.
- Irgendwo eine Automatisierung hinstellen, eine Rechnung schreiben und wieder verschwinden — daran habe ich kein Interesse.
- Keine Agentur.
- Phantom IT ist mein eigener Name, kein Apparat. Kein Projektmanager dazwischen, kein Junior, der die Arbeit macht. Du hast es mit mir zu tun.
- Sondern lange.
- Ein Unternehmen über Jahre wirklich kennen und selbst sehen, wo noch jemand etwas von Hand macht, das keiner von Hand machen müsste.
Zum Thema Anstellung
Da habe ich mich in meiner Sprachnachricht missverständlich ausgedrückt. Was ich nicht suche, ist das klassische Bild: Vollzeit, Büro in Freiburg, feste Zeiten. Eine Anstellung an sich ist kein Ausschlusskriterium. Drei Dinge bräuchte ich — vollständig remote, Teilzeit, und dass meine eigenen Projekte weiterlaufen dürfen.
Für das, was du beschreibst, zählt aus meiner Sicht ohnehin mehr, dass es über Jahre läuft, als dass es viele Stunden am Tag sind.
02 — Euer Stack
Womit ihr arbeitet, weiß ich zum Teil schon.
Nicht weil du es mir erzählt hättest, sondern weil vieles davon von außen lesbar ist. Ein Nachmittag, ausschließlich öffentlich abrufbarer Quelltext, kein Login, keine Zugangsbeschränkung umgangen.
| Website | WordPress auf Plesk mit nginx und PHP 8.2. Das Theme ist ein White-Label-Kind von GeneratePress, gebaut von dbw media; GeneratePress Premium ist aktiv. Beschleunigt mit AccelerateWP, Einwilligung über Borlabs. |
|---|---|
| Funnel | OnePage.io, europäische Instanz. Läuft als React-Anwendung auf eigener Subdomain, technisch komplett getrennt vom WordPress. OnePage bringt eine eigene Lead-Verwaltung mit — möglicherweise ist das schon „das CRM“. |
| Messung Website | Google Analytics 4 — und sonst nichts. |
| Messung Funnel | Hyros mit eigenem Konto, dazu der Meta-Pixel. Beides ausschließlich hier, nicht auf der Hauptseite. |
| Intern | Google Drive, ein CRM, Excel. So steht es in eurer Stellenausschreibung — welches CRM, verratet ihr nirgends. |
Was mir dabei aufgefallen ist
Hyros kauft niemand nebenbei. Das ist ein Werkzeug für Leute, die ernsthaft Werbebudget fahren und wissen wollen, welcher Klick zu welchem Abschluss geführt hat. Auf dem bezahlten Weg messt ihr also sehr genau.
Auf eurer Kontaktseite steht als erster Handlungsaufruf „Schreib mir", und der führt in die Instagram-DMs. Dieser Weg trägt keine Messung — der Kanal, der euch 121.000 Follower und ein Video mit 2,5 Millionen Aufrufen gebracht hat, taucht in keiner Auswertung auf. Ihr wisst auf den Cent, was ein gekaufter Lead kostet, und nicht, was euer stärkster eigener Kanal wert ist.
Kleiner Vorbehalt in eigener Sache: Ich sehe nur, was im Quelltext steht. Werkzeuge, die erst nach einer Einwilligung nachladen, können mir entgehen.
beton-gold.com/team/ hängt hinter dem Button „Partner werden" noch ein Link auf einen Entwurf namens BetonGold Homepage.html. Sieht niemand, der nicht in den Quelltext schaut. Ihr experimentiert also ohnehin schon — dann reden wir nicht über das Ob, sondern über das Wie. 03 — Wo ich anfangen würde
Drei Dinge, für die ich euch nicht wochenlang über die Schulter schauen muss.
Weil ich weiß, was ihr einsetzt, könnte ich früh etwas Sichtbares liefern statt erst eine Analysephase anzumelden. Drei Vorschläge — keine Forderungen und keine Liste von Zugängen, die ich hätte gern. Wann und ob ihr mich irgendwo hineinlasst, entscheidet ihr, und zwar dann, wenn wir uns einig sind.
Der Funnel meldet sich, bevor der Lead abkühlt
Wer zehn Fragen beantwortet hat, ist in dem Moment maximal interessiert und danach jede Stunde weniger. Ein abgeschlossener Funnel kann in Sekunden den zuständigen Berater erreichen — auf dem Kanal, den er wirklich liest.
OnePage wirbt selbst damit, Formulare und Funnel an externe Werkzeuge anzubinden. Ob ihr davon Gebrauch macht, weiß ich nicht.
Aus den zehn Antworten wird ein fertiges Briefing
Dieselbe Meldung erzeugt eine halbe Seite Gesprächsvorbereitung: Steuerprofil, Zeithorizont, Eigenkapital, wahrscheinlich passende Lage — und eine Einschätzung, wie dringend der Kontakt ist.
Läuft ohne CRM. Das CRM kann später dazukommen, ohne dass etwas neu gebaut wird.
Der DM-Kanal wird endlich messbar
Eure Kontaktseite schickt Leute mit „Schreib mir" in die Instagram-DMs. Eine eigene Weiterleitung davor zählt mit, wie viele dort ankommen — ohne Einwilligungspflicht, weil nichts Personenbezogenes gespeichert wird.
Eine Zeile auf eurer Kontaktseite. Ich habe genau das für meine eigene gebaut.
Keines der drei rührt an Kundendaten, und keines braucht einen Generalschlüssel zu euren Systemen. Sie sind der Grund, warum ich nicht mit „lass uns erstmal alles aufnehmen" anfangen muss.
Und wenn du es lieber siehst als liest: Ich teile im Videocall den Bildschirm und baue die Kette Funnel → Briefing live mit einem Testeintrag auf, an einer eigenen Testumgebung. Zwanzig Minuten, und danach weißt du, ob ich es kann, statt es mir glauben zu müssen.
04 — Danach
Was ich als Nächstes angehen würde.
In dieser Reihenfolge — bis eure Zahlen sie umwerfen. Das wird passieren, und dann hat die Reihenfolge ihren Zweck erfüllt.
Vorweg, weil es mir wichtig ist
Ihr seid elf Leute, und jede dieser Rollen gibt es, weil sie gebraucht wird. Automatisierung nimmt Handgriffe weg, keine Menschen. Wenn ein Vorschlag von mir jemandem die Arbeit wegnimmt statt die Fleißarbeit, ist es der falsche Vorschlag — dann sagt es mir, und er fliegt raus.
- 1
Vorsortierung der Instagram-Nachrichten
Kaufinteresse, Bewerbung, Kooperation und Unsinn automatisch getrennt, damit die ernsthaften Anfragen oben liegen. Das ersetzt niemanden — es nimmt das Sortieren weg, nicht das Antworten. Und ausschließlich über die offiziellen Schnittstellen, damit euer Account nie in Gefahr gerät.
- 2
Eine Datendrehscheibe statt drei Ablagen
Funnel, CRM und Drive verbinden: Stammdaten stehen einmal, Kundenordner entstehen von selbst, Statusänderungen laufen mit. Wer im Backoffice sitzt, soll Kunden betreuen statt Felder abtippen.
- 3
Anlässe für den zweiten und dritten Kauf
Zwölf Monate nach Kauf, nach dem Steuerbescheid, bei relevanter Zinsbewegung — jeder Auslöser wird eine Aufgabe mit fertigem Aufhänger für den zuständigen Betreuer. Umsatz aus Kontakten, die ihr längst habt.
- 4
Mehrfachverwertung der Videos
Ein Clip wird zu Reel, Short, Transkript und daraus zu einem Artikel. Die kreative Arbeit bleibt, wo sie hingehört; weg fällt nur das Umformatieren. Bei 2,5 Millionen Aufrufen auf einem einzelnen Video ist Zweitverwertung liegengelassenes Geld.
- 5
Objektpipeline von den Bauträgern
Angebote erfassen, Rendite und Steuerwirkung rechnen, Plausibilität prüfen, den passenden Investorensegmenten zuordnen. Der größte Brocken — und der, der am meisten Wissen über euch braucht.
05 — Warum ich
Gebaut, nicht nur gelesen.
Ein vollständiges Vertriebs-CRM für einen Energievertrieb
Leads laufen von der Website über automatisierte Abläufe ins CRM, samt Angebots- und Rechnungserzeugung und Prüfregeln auf die eingehenden Daten. Selbst gehostet, dokumentiert, in unter einer Stunde vollständig neu aufsetzbar.
Ein Archiv mit über 850 Artikeln
Aktualisiert sich jede Nacht selbst und bleibt durchsuchbar.
Eine iOS-App für die Bauleitung
Mit Netzplan, Raumvermessung und Nachweisführung, bis zur Beta-Reife gebracht.
Der Werkzeugkasten, mit dem Abschnitt 02 entstanden ist
Auslesen von Websites, Erkennen von Technik-Fingerabdrücken, Auswertung. Deshalb hat die Recherche zu euch keine zwei Stunden gedauert.
Das alles läuft auf Infrastruktur, die ich selbst betreibe. Bei euch ist das kein Nebenaspekt: Ihr verarbeitet Einkommens-, Steuer- und Finanzierungsdaten. Wohin solche Daten laufen und welches Modell sie zu sehen bekommt, ist eine Entscheidung, die man bewusst trifft und vertraglich absichert — nicht eine, die man nebenbei an ein Werkzeug abgibt.
06 — Was ich dich fragen muss
Das hier weiß ich nicht — und raten wäre unhöflich.
Für die Office-Stelle habt ihr eine ausführliche Ausschreibung. Für die Rolle, über die wir reden, gibt es keine. Alles oben steht deshalb unter Vorbehalt, bis diese sechs Fragen beantwortet sind.
- 01Was genau erwartest du von dieser Rolle? Für die Office-Stelle habt ihr eine Ausschreibung — für meine nicht, und ich will nicht raten.
- 02Wie stellst du dir die Zusammenarbeit vor: Stundenumfang, Dauer, wie ihr merkt, ob es funktioniert?
- 03Wer wäre im Alltag mein Gegenüber, und wem berichte ich?
- 04Wo verläuft die Grenze zu den Leuten, die du schon hast? Ich will niemandem ins Revier greifen.
- 05Ist mit „dem CRM“ aus eurer Stellenanzeige die Lead-Verwaltung in OnePage gemeint, oder liegt daneben noch ein eigenes System? Danach schwankt der Aufwand für die Anbindung um den Faktor drei.
- 06Welcher Ablauf nervt dich heute am meisten? Da würde ich anfangen, nicht bei dem, was ich am liebsten baue.
Wenn sich beim Beantworten zeigt, dass wir unterschiedliche Vorstellungen haben, sage ich das genauso deutlich, wie du es getan hast. Dann hat es keiner von uns bereut, eine halbe Stunde investiert zu haben.